Abstammungsnachweis/Pferdepass

Wenn Sie ein Pferd kaufen oder sonst erwerben, haben Sie einen Anspruch gegenüber dem Verkäufer auf Aushändigung der Abstammungsdokumente. Das ist eigentlich ganz klar und hier gibt es auch nur in Ausnahmefällen Probleme.

Überprüfung vor dem Kauf
Aber auch hier ist man vor Manipulationen nicht gefeit. Deshalb: Beim Pferdekauf die Abstammungsdokumente immer bereits vor dem Kauf einzusehen. Auf die Nachlieferung sollte man sich nicht verlassen. Vor dem Kauf ist zu prüfen, ob das Papier mit dem Pferd übereinstimmt.

Zweitschrift bei Verlust
Wenn der Abstammungsnachweis dem Eigentümer tatsächlich verloren gegangen ist, kann man beim zuständigen Verband in der Regel eine Zweitschrift des Abstammungsnachweises erhalten.
Wenn aber – z.B. wegen eines Rechtsstreits – der Abstammungsnachweis beim Verkäufer verbleibt, dann weigert sich der Zuchtverband in der Regel, eine Zweitschrift auszustellen. Viele Verbände, z.B. auch der Oldenburger Verband, erstellen dann nach tierärztlichen Untersuchungen eine sog. „Abstammungsbestätigung“, die auch für die Eintragung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausreicht und als Grundlage für die Beantragung eines Equidenpasses.

Abstammungsnachweis/Pferdepass

Der Erwerber eines Pferdes, für das ein Pferdepass ausgestellt worden ist, kann vom ehemaligen Eigentümer des Pferdes die Herausgabe dieses Passes verlangen.

LG Karlsruhe Urt. V. 28.12.1979 – 9 S 224/79 NJW 1980, 789